Newsletter # 2026
Evangelische Hochschule Freiburg und Friedensinstitut Freiburg
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Liebe Leser*innen,
Beziehungen zu gestalten, ist eine hohe Kunst. Ihr Gelingen ist eine ganz wichtige Voraussetzung für unsere Arbeit in allen Bereichen einer SAGE-Hochschule: also Soziale Arbeit, Erziehung und Bildung, Gesundheit und angewandte Theologie.
Dazu sind spezifische Kompetenzen erforderlich und eine Grundhaltung, die auf die Fähigkeiten von und die Kooperation mit den Adressat*innen setzt. Und die Gestaltung der Beziehungen muss überprüft werden – mit Blick auf alle Beteiligten, beispielsweise pädagogische Fachkräfte und Kinder.
Über unsere Forschung dazu erfahren Sie mehr im Newsletter!
Ihre Professorin Dr.in Renate Kirchhoff Rektorin |
Klimaschutz: Konflikt Soziales versus Ökologie muss ausgehandelt werden
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Sind Klimaschutzmassnahmen gerecht?
Mit dem Forschungsprojekt „Soziale (Un-)Gerechtigkeit in der Energiewende“ soll ein besseres Verständnis für die sozialen Dimensionen der Energiewende entwickelt und Lösungsansätze für eine gerechtere Gestaltung erarbeitet werden. Denn die Energiewende bringt gesellschaftliche Veränderungen mit sich, die positive wie negative Auswirkungen auf verschiedene Zielgruppen haben können. Wie gerecht oder ungerecht diese Maßnahmen sind und bewertet werden, ist zentral für die Motivation der Menschen, die Energiewende zu unterstützen. Menschen mit geringem Einkommen sind oft besonders von den Folgen des Klimawandels sowie den Kosten von klimapolitischen Maßnahmen betroffen, ohne dass ihre Perspektiven ausreichend berücksichtigt werden. Der Widerspruch zwischen sozialen und ökologischen Interessen ist Ergebnis der politischen Gestaltung der Energiewende und damit auch veränderbar. Hier setzt das mehrjährige Forschungsprojekt an, in dem das Öko-Institut, die Technische Universität Dortmund und die Evangelische Hochschule Freiburg – vertreten durch Prof.in Dr.in Gesa Köbberling – zusammenarbeiten. mehr |
Wie geht professionelle Beziehungsarbeit? Zwei Beispiele
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Gute Beziehungen mit Kindern gestalten |
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Bundesministerium fördert Forschung zum Schutz von Kinderrechten
Mit dem Forschungsprojekt KiRI wird erhoben, wie pädagogische Fachkräfte sowie Personen der Tagespflege ihre Beziehungen zu den Kindern in Krippe und Kindertagespflege gestalten. Dazu gehört auch, individuelle und strukturelle Ursachen zu untersuchen, die zu Fehlverhalten führen können. Die sich stetig verändernden Anforderungen an professionelle Kinderbetreuung nehmen zu, während der Fachkräftemangel zu Personalknappheit in pädagogischen Arbeitsfeldern führt. Diese Faktoren können Stress im Arbeitsalltag steigern. Umso mehr brauchen Fachkräfte Wissen, wie sie die Umsetzung von Kinderrechten durch spezifische Handlungskompetenzen fördern können – KiRI will diese vermitteln. KiRI ist die Abkürzung für „Kinderrechtsbasierte Interaktionsgestaltung im pädagogischen Alltag in der Krippe und Kindertagespflege" und ist ein Projekt, das vom Bundesforschungsministerium über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert wird. Den Zuschlag für das Praxisforschungsprojekt hat das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Hochschule bekommen, Projektleitungen sind die Kindheitspädagoginnen Prof.in Dr.in Maike Rönnau-Böse (Foto li.) und Prof.in Dr.in Silke Kaiser. mehr |
Nicht lost: Jugendliche im Ortenaukreis |
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Studie im Ortenaukreis erhebt, was jungen Menschen hilft
Der Ortenaukreis fördert mit dem vierjährigen Projekt „Nicht lost, sondern gemeinsam stark!" die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen. Ziel ist der Aufbau stabiler Netzwerke sowie die Befähigung Jugendlicher, ihre psychische Gesundheit selbst zu stärken. Hierfür werden die Bedarfe und Bedürfnisse Jugendlicher zwischen 10 und 18 Jahren aus dem ländlichen Raum im Hinblick auf ihre seelische Gesundheit und Teilhabe durch das Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Evangelischen Hochschule erhoben. Zudem werden Netzwerkpartner*innen, die mit den Jugendlichen arbeiten, einbezogen. Prof.in Dr.in Silke Kaiser und Prof. Dr. Fabian Frank haben die Projektleitung. mehr |
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Leitfaden Kinderschutz wird komplett überarbeitet
Der Kinderschutz ist ein Schwerpunkt von CELIS, dem Euro-Campus für Soziale Arbeit im Dreiländereck. Die Expert*innengruppe Kinderschutz hat sich bei ihrem Arbeitstreffen in Rastatt mit der Überarbeitung des sogenannten Vademecum befasst: Es wird zum Leitfaden Kinderschutz für Fachkräfte der Oberrheinregion. „Spätestens Anfang 2027 wird er einsatzbereit sein und viele grenzüberschreitende Fallbeispiele und deren Bearbeitung enthalten“, sagt Sibylle Fischer, CELIS-Beauftragte der Evangelischen Hochschule. mehr |
Höherqualifizierung durch Promotion
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Austausch und Netzwerken im Promotionskolloquium
Promotion und Forschung sind notwendig miteinander verbunden. Die Evangelische Hochschule hat eine lange Forschungstradition, institutionell beginnend in den 80er Jahren. In diesem Kontext sind Promotionen ein entscheidender Baustein, den die Hochschule institutionell und personell mit verschiedenen Formaten unterstützt, beispielsweise durch das hochschulübergreifende Promotionskolloquium der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) am Standort Freiburg. Es findet wieder im März 2026 an der Evangelischen Hochschule statt. Das Promotionskolloquium trägt zur Höherqualifizierung von Absolvent*innen der Sozialen Arbeit und hierüber zur Weiterentwicklung der Disziplin mittels empirischer Forschung und Theorieentwicklung bei. mehr Info und Anmeldung
Stiftungsverwaltung vergibt Stipendien
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Schafft Freiräume
Fünf Studierende der EH Freiburg sind mit Stipendien der Stiftungsverwaltung Freiburg ausgezeichnet worden. Die Stipendiatin Mathea (Master Soziale Arbeit) erlebt, dass das Stipendium finanziell enorm hilft und Freiräume schafft. Damit habe sie ein „Back-up.“ Prorektorin Prof.in Dr.in Stefanie Engler betont: „Diese Stipendien sind auch ein Ausdruck der Anerkennung – für unsere Studierenden, für ihre konkrete Lebensgestaltung, ihre Leistungen und für die gesellschaftliche Relevanz ihres Engagements über das Studium hinaus". mehr |
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Neue berufliche Perspektiven durch Masterstudium
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Anne Schönstein koordiniert Integrationsmanagement
Ihre Aufgabe ist die zentrale Steuerung des Integrationsmanagements im Landkreis Emmendingen. 2024 hat Anne Schönstein den Master Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule abgeschlossen. Was sie vom Studium an der EH Freiburg mitgenommen hat? „Eine insgesamt gestärkte professionelle Haltung und wissenschaftsbasierte Ausrichtung", sagt Schönstein. So könne sie die Gesellschaft jetzt auch auf professioneller Ebene mitverändern. mehr |
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Björn Kraus erläutert umfassend seine Theorie des Relationalen Konstruktivismus socialnet lexikon, 02/2026
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Gunda Wössner u.a.: Personality change associated with confinement: A systematic review of observational and treatment-related evidence from prisons and forensic settings ResearchGate 12/2025
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Isabelle Ihring u.a.: The Coloniality of Humanity. Disrupting Racialized Capitalism and Fostering Transnational Solidarity. ResearchGate, 11/2025
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Anke Stallwitz und Hendrik Streeck diskutieren: Regulierung statt Prohibition von harten Drogen DIE ZEIT, 01/2026
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Gunda Wössner spricht über die elektronische Fußfessel als Option zum Schutz vor häuslicher Gewalt Deutschlandfunk, 12/2025
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Stelle Rektor*in neu zu besetzen
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An der Evangelischen Hochschule Freiburg ist aufgrund des Ausscheidens der bisherigen Amtsinhaberin ab 01.01.2027 die Stelle einer*eines Rektorin*Rektors (W3) (m/w/d) zu besetzen. Interesse? Eine Bewerbung ist bis 08.03.2026 möglich. Stellenausschreibung
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