Newsletter # 09/2025
Evangelische Hochschule Freiburg und Friedensinstitut Freiburg
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Liebe Leser*innen,
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, wie die Evangelische Hochschule, haben eine besondere Kernkompetenz: Lösungen entwickeln für anstehende, meist drängende gesellschaftliche Herausforderungen. Nicht allein unsere Wissenschaftler*innen können das; wir qualifizieren auch unsere Studierenden entsprechend.
Zwei Beispiele: Professorin Stefanie Engler berät als Mitglied der neuen Altersberichtskommission die Bundesregierung. Dabei geht es um neue Impulse für eine inklusive Bildungspolitik und darum, Bildung im Alter stärker politisch zu verankern – auch im internationalen Vergleich. Michael Hoenninger, Absolvent des weiterbildenden Master Supervision und Coaching, hat mit seiner Abschlussarbeit einen Preis gewonnen. Davon ausgehend, dass sich die Landwirtschaft in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet, hat Hoenninger Leitlinien zur institutionellen Verankerung von Supervision in der Landwirtschaft entwickelt. Damit will er aufzeigen, dass „Supervision neue Perspektiven eröffnen kann, die sowohl den Einzelnen als auch das Ganze stärken".
Die Finanzierungsvereinbarung 2026-2030 von Wissenschaftsministerium und Landeskirchen für die drei Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft in Baden-Württemberg steht! Damit wird die Unverzichtbarkeit dieser Hochschulen für das Bildungsportfolio im Land und die tragfähige Versorgung der Gesellschaft unterstrichen. Das wissen wir zu schätzen.
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Ihre Professorin Dr.in Renate Kirchhoff Rektorin |
Finanzielle Planungssicherheit bis 2030
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Tragfähige Versorgung der Gesellschaft
Mit der Finanzierungsvereinbarung 2026-2030 für die drei Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft – die Evangelische Hochschule Ludwigsburg, die Evangelische Hochschule Freiburg und die Katholische Hochschule Freiburg – schafft das Land Baden-Württemberg Planungssicherheit für fünf Jahre und stärkt die akademische Ausbildung in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Erziehung und Bildung (SAGE). Die drei Hochschulen bilden jährlich zusammen rund 4.000 Studierende in insgesamt 18 Studiengängen aus und gehören zu den zentralen Bildungs- und Forschungsstandorten für den SAGE-Bereich im Land. mehr
Stefanie Engler ist Mitglied der 10. Altersberichtskommission
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Hohe wissenschaftliche Kompetenz in Altersfragen
Prof.in Dr.in Stefanie Engler ist Mitglied in der Kommission für den Zehnten Altersbericht der Bundesregierung, die von Bundesseniorenministerin Karin Prien (re. im Bild) einberufen wurde. Seit rund 20 Jahren arbeitet und forscht Engler zu Fragen des Alters und Alterns, insbesondere zur Gestaltung häuslicher Pflegesettings unter Gender- und Mobilitätsperspektive und im Sozialraum. Der neue Altersbericht soll untersuchen, wie Bildung älteren Menschen neue soziale Rollen und aktives Altern ermöglicht. mehr |
Hochschule ist ein Ort demokratischer Auseinandersetzung
Rechtsautoritäre Bewegungen nehmen Einfluss auf Sozial- und Bildungspolitik – und greifen zunehmend Wissenschaft und Professionen an. Wie Soziale Arbeit und Pädagogik darauf reagieren und selbst zu demokratischer Resilienz beitragen können, das war Thema eines Studientags mit rund 450 Teilnehmenden an der EH Freiburg. Der Studientag steht exemplarisch für das Selbstverständnis der Hochschule, die aktiv gesellschaftliche Debatten gestaltet: mit Forschung, mit Transfer und mit Haltung – und dafür wurde er durch den SC Freiburg ausgezeichnet (s.u.). „Wir sehen, dass Wissenschaft selbst zum umkämpften Raum geworden ist“, sagt Prof.in Dr.in Gesa Köbberling. Umso wichtiger sei es, Hochschule als Ort demokratischer Auseinandersetzung sichtbar zu behaupten. Der Beitrag über die Arbeit von Köbberling steht im neuen Hochschulmagazin ev.olve, das bis Ende Oktober als Printheft erscheint. Darin geht es um unsere Demokratie und wie sie gestärkt werden kann. Diesen Text gibt es bereits vorab online. |
FAIRburg und Evangelische Hochschule mit Fair ways Preis des SC Freiburg ausgezeichnet |
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Nachhaltige Förderung für Bildung und Soziales
Der Verein FAIRburg und die Evangelische Hochschule Freiburg sind für ihr gesellschaftliches Engagement in Form des Studientags „Umkämpfte Demokratie - Pädagogik und Soziale Arbeit im Kontext von Rechtsextremismus" mit dem FAIR ways Förderpreis des SC Freiburg und Partnern ausgezeichnet worden. Den Preis nahmen Student Jacob Kraus und Prof.in Dr.in Gesa Köbberling entgegen. mehr |
Innovative Lehrformate mit KI |
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Menschliche Tiefe
Prof.in Dr.in Dorothee Gutknecht hat auf der Summer School Hamburg „Feedback in der Hochschullehre“ und auf der HAWAII-Tagung „KI in der Hochschullehre“ ihre digitalen Lehrformate vorgestellt; HAWAII steht für "Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Artifical Intelligence Impressions. Ideas. Inspiration. Innovation. Insight. Impact". Kern des Konzepts der Kindheitspädagogin sind virtuelle Feedback- oder Reflexionswanderungen, die Künstliche Intelligenz mit ästhetisch-symbolischen Bildwelten verbinden. Ihr sind vor allem Formate wichtig, die zeigen, wie KI in der Lehre kreativ, verantwortungsvoll – und mit menschlicher Tiefe – verbunden werden kann. mehr |
Preiswürdig: Supervision in der Landwirtschaft |
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Tiefgreifender Transformationsprozess
Michael Hoenninger (Bildmitte) wurde für seine Abschlussarbeit im Master-Studiengang Supervision und Coaching mit dem Josephine-Levy-Rathenau-Preis des Deutschen Verbands für Bildungs- und Berufsberatung e.V. ausgezeichnet. Für die Jury waren vor allem ihre „hohe wissenschaftliche Qualität und ihre starke Praxisrelevanz", insbesondere die „gut umsetzbaren Leitlinien zur institutionellen Verankerung und strukturellen Förderung von Supervision in der Landwirtschaft" überzeugend. mehr |
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Neuanfang mit Perspektive Kindheitspädagogik |
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Gegen den Fachkräftemangel
Die neuen internationalen Studierenden im Programm Kipäd plus bringen zwischen zwei und 25 Jahre Berufserfahrung mit. Die meisten von ihnen sind Lehrerinnen. „Ein reicher und wichtiger Erfahrungsschatz ist das“, sagt Manuela Müller, Koordinatorin des Studienprogramms. Ihre akademischen Qualifikationen werden in Deutschland jedoch nur zum Teil anerkannt, so dass die Frauen hier nicht adäquat berufstätig sein können. Aus diesem Grund haben sie sich für einen weiteren Hochschulabschluss entschieden, um künftig bundesweit in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe arbeiten zu können. „Sie sind hochqualifiziert und hatten hier die Hürden Sprache, Anerkennung der Zeugnisse und Finanzierung des Lebensunterhalts zu nehmen“, betont Müller. mehr |
Neugründung: Cornelia Helfferich Institut |
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Kooperation mit Hochschule
Auf SoFFI F. folgt das Cornelia Helfferich Institut für Geschlechter- und Familienforschung. Das Institut wurde gegründet, um im Zuge der Auflösung des Forschungsverbunds FIVE e.V., zu dem auch das SoFFI F. gehört, die Kontinuität der Forschungsarbeiten zu ermöglichen. Es ist auf dem Campus der EH Freiburg angesiedelt und kooperiert u.a. bei Praktika, Lehrveranstaltungen und Hospitationen mit der Evangelischen Hochschule. mehr |
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Land fördert kirchliche Hochschulen bis 2030 mit 71,5 Millionen Euro. Das Wissenschaftsministerium und die Landeskirchen haben die Finanzierungsvereinbarung 2026 bis 2030 für die Hochschulen in kirchlicher Trägerschaft unterzeichnet. Badische Zeitung
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Sozialarbeitswissenschaft / Wissenschaft Soziale Arbeit. Der Beitrag zeichnet die Diskurse um eine eigenständige Wissenschaft der Sozialen Arbeit nach. Dabei werden die Begriffe Sozialarbeitswissenschaft und Wissenschaft Soziale Arbeit diskutiert und bestimmt. Björn Kraus (socialnet)
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Macht in der Sozialen Arbeit. Eine professionelle Soziale Arbeit muss Fragen der Macht auf unterschiedlichen Ebenen reflektieren – sowohl als machtausübende, als auch als machterfahrende Instanz. Björn Kraus, Juliane Sagebiel (socialnet)
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